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DAS GENOM DER WOCHE !
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RUDOLF SCHARPING

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Genom Scharping vom 12.11.2000
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Rudolf Scharping fand schon 1966, kurz nach seiner Geburt, den Weg in die SPD. FĂŒr sein Studium der Politologie und Soziologie benötigte Scharping 16 Semester, was nicht gĂ€nzlich durch seinen zeitgleichen Stellvertretenden Vorsitz bei den Jungsozialisten zu rechtfertigen ist. In seiner Sturm-und -Drang -Zeit gilt er seinen Parteigenossen als nicht eben zartbesaiteter „antikapitalistischer Strukturreformer“, der in leidenschaftlichen Reden Adorno und Marcuse zitiert.

Scharping wird 1991 erster sozialdemokratischer MinisterprĂ€sident von Rheinland-Pfalz und ĂŒbernimmt zwei Jahre spĂ€ter den SPD-Vorsitz. WeggefĂ€hrten loben seinen unbeirrbaren Blick fĂŒr das politisch Machbare. Die Zeit als OppositionsfĂŒhrer der Sozialdemokraten im Bundestag macht Scharping hart.

Als Scharping 1996 unmittelbar vor seiner Wiederwahl zum Parteivorsitzenden von Oskar Lafontaine ausgebootet wird, muß er zudem erkennen, daß das politische GeschĂ€ft schmutzig und der Weg zu persönlichen wie politischen Zielen mit UnwĂ€gbarkeiten gepflastert ist. In dieser Zeit verabschiedet sich Scharping von letzten Idealen seiner rebbelischen FrĂŒhzeit.

Nach dem Wahlsieg der Sozialdemokraten 1998 wird Scharping der Einzug ins von ihm begehrte Finanzministerium verwehrt. Zum Bundesverteidigungsminister degradiert, treibt er seitdem die rigorose Modernisierung der deutschen Truppen voran, was insbesondere in seinem Beharren auf Beibehaltung der Wehrpflicht zum Ausdruck kommt.